Stemmclub verteidigt Mannschaftstitel beim 25. Bavaria-Cup

 

Gesamtsiege für Ana Geitner (Dresden) und Sascha Stendebach (Mainz) – Frauenstaffel aus Sonneberg holt 7. Titel

 

Die siegreiche Landshuter Mannschaft. Von links: Bruno Walt, Andreas Staude, Wolfgang Strasser, Andreas Gerdt, Ludwig Rieger (kg)

Die Gesamtsieger des 25. Internationalen Turniers „Bavaria-Cup“ sind bis auf eine Ausnahme die gleichen wie letztes Jahr: Ana Geitner (USV Dresden) triumphierte mit 196,8 Wilkspunkten bereits zum fünften Mal. Der Stemmclub Bavaria (Männer) und PSV Sonneberg (Frauen) sicherten sich die Mannschaftssiege mit 378,5 bzw. 688,66 Punkten. Lediglich bei den Männern bremste Junior Sascha Stendebach (KSV Mainz) Titelverteidiger Christoph Erbs (VfB Klötze) mit 204,86 aus.

 

Die Entscheidungen um den Gesamtsieg der Frauen und Männer hatten insofern Gemeinsamkeiten, weil nicht die Aktiven-Leistungsträger dominierten, sondern mit Ana Geitner eine 47-jährige Altersklassenheberin und mit Sascha Stendebach ein 23-jähriger Junior.

 

Der Weg zum Damengesamtsieg war kurz. Die Imsterin Dakota Reich legte als beste Jugendliche 163,0 Relativpunkte vor, die die Juniorin Anja Schreiner aus Oberölsbach mit 162,3 nicht überbieten konnte. Danach setzte die Vorjahressiegerin Ana Geitner mit 196,8 Wilkspunkten eine hohe Hürde, an der sich die Stärkste der Aktivenklasse, Caroline Garhammer-Vogt (Liechtenstein) mit 181,4 kg relativ die „Zähne ausbiss“.

 

Bei den Männern das gleiche Bild: Zunächst führte der Jugendbeste Roman Hobelsberger (KSC Frauenau) die Rangfolge mit 150,97 Punkten an, dann aber sorgte Sascha Stendebach aus Mainz in der Juniorenklasse für eine faustdicke Überraschung. Der Mittelschwergewichtler zog gigantische 320 kg und sammelte damit 204,86 Relativpunkte. So sehr sich die nachfolgenden Athleten auch abmühten, wie z. B. in der Altersklasse AK1 Sunday Ehogharukomwen (Dachau) mit 180,70, in der AK2 Robert Robeis (Amberg) mit 187,0 und bei den Aktiven Michel Ehrlicher Sonneberg mit 185,94 Relativzählern - es reichte nicht. Lediglich auf zwei Joker war man gespannt: Vorjahressieger Christoph Erbs (VfB Klötze) und Superschwergewichtler Jewgenij Kondraschow (KSC Puch). Erbs, der in der 93 kg-Klasse antrat und nach bezwungenen 315 kg auf 325 kg steigerte, hatte die Last schon oben, aber eine technische Unregelmäßigkeit führte zu drei roten Lampen. Damit hätte er Stendebach um nur 0, 38 Wilkspunkte überrundet. Jewgenij Kondraschow, eigentlich immer für Überraschungen gut, zeigte an diesem Tag keine Titelambitionen und tat nur das Nötigste um den Klassensieg zu holen.

 

In den Teamwertungen konnten die Sonneberger Frauen auf dem Weg zum siebten Mannschaftstitel nicht gebremst werden, obwohl mit Esther Ehrlicher eine der wichtigsten Leistungsträgerinnen fehlte. Dagegen stand der Landshuter Sieg bis zum letzten Versuch auf „Messers Schneide“. Erst Ludwig Rieger garantierte den vierten Titel (688,66) gegenüber KSV Höllhöhe (680,04) und Power Bunker Imst (677,12).

 

Die Landshuter Erfolge: Nervenstärke bewies der TG-Junior Stefan Pagelsen in der 83 kg-Klasse. Eine neue Bestmarke mit 220 kg war notwendig, um den gleichwertigen Vizemeister zu bezwingen. Der Stemmclub eroberte drei Einzeltitel. Den Anfang machte Michaela Lässer-Walt mit 127,5 kg bis 52 kg. Ebenso nicht zu bezwingen war Bruno Walt in der AKI bis 83 kg mit 250 kg. Hochspannung herrschte im Leichtschwergewicht der Aktiven, das Andreas Staude mit 270 kg aufgrund des leichteren Körpergewichts gewann. Allerdings musste er hinnehmen, dass Vizemeister Manuel Körner (Höllhöhe) als neuer Rekordhalter gilt, weil er die 270 kg vor Staude bezwang.

Einen erbitterten Kampf lieferte sich bis 105 kg Ludwig Rieger. Leider musste er mit 305 kg den Dresdner Alexander Geitner mit 2,5 kg Vorsprung vorbeiziehen lassen. Hier belegte Andreas Gerdt mit 250 kg Rang fünf.

Mit einer Bronzemedaille belohnt wurde der Jugendliche Damian Kucharzyk bis 93 kg mit 135 kg und

Wolfgang Strasser landete in der gleichen Gewichtsklasse, aber in der Aktivengruppe mit 240 kg auf dem sechsten Platz.

 

Dr. Karl Greiner