Gold, Silber und Bronze für Bavaria-Bankdrücker

Alexander Denk wird deutscher Aktivenmeister in Gräfenhainichen

 

Siegerehrung in der Klasse bis 75 kg

 

Drei Starter, drei Medaillen, darunter eine goldene: Das ist die Erfolgsbilanz der Bavaria-Bankdrücker bei den deutschen Meisterschaften der Aktiven in Gräfenhainichen. Alexander Denk wurde mit 175 kg deutscher Meister im Mittelgewicht, Klaus Semskij holte die Vizemeisterschaft in der 100 kg-Klasse mit 252,5 kg und Mario Schwanke (237,5 kg) sprang als Drittplatzierter aufs Treppchen des ersten Superschwergewichts.

 

Mitmischen bei den Aktiven, das war schon lange der Traum des Landshuter Juniors Alexander Denk. Sein Start schien allerdings gefährdet, da er noch immer unter der bösen Verletzung litt, die er sich letztes Wochenende in Döbeln bei den deutschen Juniorenmeisterschaften im Dreikampf zugezogen hatte. Damals fiel ihm beim Bankdrücken die 193,5 kg schwere Hantel ins Gesicht und er musste den Wettkampf abbrechen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt 30 kg in Führung lag.

In Gräfenhainichen trat er dennoch mit einem „Brummschädel“ in der „Königsklasse an und zeigte sich trotz der Blessuren in nervlich bemerkenswerter Verfassung. Mit dem Auftaktversuch an 165 kg war klar, dass sich die Entscheidung im Mittelgewicht zwischen ihm und dem Köthener Dieter Mäliß zuspitzen würde. Auch dieser Athlet meisterte die gleiche Last, die er im zweiten Versuch auf 170 kg erfolgreich erhöhte.

Dagegen wurde Denks großer Steigerungssprung auf 175 kg vom Kampfgericht mit einem 2:1-Urteil bestraft. Die Entscheidung fiel im letzten Durchgang als Mäliß an 172,5 kg scheiterte und der Bavarianer seine Wiederholung an 175 kg sicher bewältigte. Ein toller Erfolg für den mittelgewichtigen Junior, der nun auch national in der Aktivenklasse den Ton angibt.

 

 

Ausnahmeathlet Klaus Semskij, der als Senior schon viele internationale Erfolge feierte, bewies, dass er auch bei den Aktiven zu den Stärksten Deutschlands gehört. Mit einer Topvorstellung steigerte er sich ausgehend von 245 kg auf eine neue Bestmarke (252,5 kg) und wurde nur durch den eingebürgerten Kasachen Nikolay Esipov (ASV Birkenfeld), der 7,5 kg mehr drückte, in Schach gehalten.

Der Landshuter, der in der Meldeliste an Platz zwei gesetzt war, erfüllte die Erwartungen bravourös, hatte sich aber bis zum letzten Versuch der starken Konkurrenz zu erwehren unter der mit Björn Schneider (KSV Langen, 245 kg) und Sven Stecklina (USV TU Dresden, 240 kg) weitere Medaillenkandidaten waren.

 

Nun ist es sicher: Mario Schwanke tritt aus dem Schatten seines erfolgreichen Vaters. Mit 237,5 kg sicherte er sich bereits im zweiten Versuch die Bronzemedaille in der Klasse bis 125 kg und war danach auch nicht mehr besonders enttäuscht, dass die 257,5 kg noch nicht glückten. Sein Vater Eberhard, der als Senior die Betreuung übernahm, ärgerte sich darüber, nicht selber zur Hantel gegriffen zu haben, wäre er doch locker im zweiten Superschwergewicht Vizemeister geworden.

 

Karl Greiner, 20385