Bavaria-Stemmer Bernhard Rank beim EU-Cup auf Rang zwei

 

Vater von Olympiasieger Matthias Steiner wurde Gesamtsieger

 

Bernhard Rank

 

Der EU-Cup im Gewichtheben der Masters (Altersklassen) in Salzburg ließ bei vielen wieder ein Bild lebendig werden, das um die Welt ging und alle berührte: Matthias Steiner – außer sich vor Freude über den Olympiasieg im Superschwergewicht – mit einem Foto seiner verstorbenen Frau. Dass seine großartigen Anlagen genetischen Ursprung haben, bewies sein knapp 70-jähriger Vater, Fritz Steiner, der 73 kg riss und 98 kg stieß und damit nach der Sinclair-Melzer-Wertung (381,55 Relativpunkte) der beste Athlet aller europäischen Stemmerveteranen wurde.

 

Bavaria-Urgestein Bernhard Rank mischte an Europas Spitze kräftig mit und landete in der Altersklasse 50 bis 54 Jahre auf Rang zwei, obwohl er in seiner Gewichtsklasse unangefochten die beste Leistung zeigte. Da es bei diesem Wettbewerb keine Gewichtsklassenentscheidungen gibt, sondern die Resultate aller Athleten nach der Sinclair-Melzer-Tabelle bewertet wurden, schob sich der Magdeburger Leichtschwergewichtler Lutz Kabelitz vor den Bavaria-Heber. Dennoch war es eine bis zum letzten Versuch spannende Entscheidung.

Obligatorisch warf der Landshuter im Reißen seinen ersten Versuch mit 97 kg ab, brachte ihn aber dann der Wiederholung sicher unter Dach und Fach. 100 kg waren an diesem Tag technisch nicht machbar. Zu diesem Zeitpunkt führte Kabelitz vor Rank und dem Franzosen Larcy. Im Stoßen ging Rank mit 125 kg zunächst auf Sicherheit um Rang zwei zu halten. Als der Magdeburger bei 130 kg versagte, sah der Bavarianer seine Chance den Klassensieg zu holen. 138 kg wurden aufgelegt und damit hätte er Kabelitz um einen Relativpunkt überholt. Rank setzte zunächst das Gewicht nicht um, im weiteren Ansturm auf den Titel zog er die Last zwar in die Hocke, doch beim Aufstehen fiel sie ihm vorne ab. Damit war die Entscheidung zugunsten des Magdeburgers gefallen. Dennoch zeigte sich der diesjährige deutsche Meister, Vize-Europameister und Vize-Weltmeister hoch zufrieden über den Erfolg zum Jahresausklang.

Karl Greiner