Fünf bayerische Meistertitel für Bavaria-Kraftdreikämpfer

 

Junior Alexander Denk wurde Gesamtsieger der Veranstaltung

 

Andre Ignor beweist Nervenstärke und holt bayerische Meisterschaft

 

Mit fünf frischgebackenen bayerischen Meistern, einen Dritt- und Viertplatzierten sowie dem Junioren-Gesamtsieg stellten die Bavaria-Kraftdreikämpfer wie schon so oft ihr Leistungspotential bei den Landesmeisterschaften in Randersacker unter Beweis: Andre Ignor, Alexander Denk, Daniel Ginzinger, Josef Grießl wiederholten ihre Vorjahressiege und Michael Heinig kam erstmals zu Meisterehren.

 

Erneut waren die Junioren die erfolgreichste Altersgruppe des Stemmclub-Aufgebots. Die Meister des letzten Jahres verteidigten nicht nur ihre Titel, sondern belegten auch die drei ersten Plätze in der Relativgesamtwertung. Der Stärkste von allen war erwartungsgemäß Alexander Denk mit 430,10 Relativpunkten. Seine Vereinskameraden Daniel Ginzinger und Andre Ignor folgten mit 398,09 bzw. 387,29 Zählern.

Nervenstärke bescherte Andre Ignor im Mittelgewicht den Titel. Obwohl er in der Kniebeuge und im Bankdrücken jeweils 5 kg an den stärksten Widersacher Thomas Brandl (Bad Abbach) abgeben musste, zog er im Kreuzheben die für den Sieg notwendigen 207,5 kg und entriss dem schon siegessicheren Brandl mit insgesamt 542,5 kg (205-130-207,5) und 2,5 kg Vorsprung noch die Goldmedaille.

Mit nahezu 200 kg Vorsprung vor dem Starterfeld holte sich der „leichtschwergewichtige“ Kaderathlet Alexander Denk mit 630 kg (220-180-230) die bayerische Meisterschaft. Obwohl er nicht gefordert wurde, ging Bavarias Abteilungsleiter riskant zur Sache und musste dadurch in Kauf nehmen, dass ihm in den Einzeldisziplinen lediglich ein Versuch gelang. Welchen Stellenwert sein Ergebnis im Vergleich zu den Aktiven hat, zeigt sein um 10 kg höheres Resultat.

Kraftprotz Daniel Ginzinger holte die dritte Goldmedaille für den STC Bavaria in den Juniorenentscheidungen mit respektablen 652,5 kg (250-172,5-230) in der Klasse bis 110 kg. Eine höhere Gesamtleistung blieb ihm, ob der verpatzten Kniebeugenversuche an 267,5 und 272,5 kg, sowie der missglückten 180 kg auf der Bank, verwehrt.

 

Die Altersklasse I (40 bis 49 Jahre) bescherte dem Stemmclub zwei weitere Goldmedaillen. Bis 110  kg  ließ Josef Grießl erneut nichts anbrennen und setzte sich mit 705 kg an die Spitze. Dabei stand der frischgebackene deutsche Meister mit 280 kg aus der Kniebeuge auf, drückte 155 kg auf der Bank und zog 270 kg aus dem „Kreuz“.

Im ersten Superschwergewicht gelang Michael Heinig der Sprung nach ganz oben. Bei lediglich einem Fehlversuch sammelte er 540 kg (200-130-210) im Dreikampf und vergoldete damit seine letztjährige Vizemeisterschaft.

 

Die beiden Aktiven des Stemmclubs hatten sich starker Konkurrenz zu erwehren. Am besten schnitt Andreas Fenzl ab, der glatte 600 kg (205-135-260) im zweiten Schwergewicht (bis 110 kg) notierte und sich damit mit Bronze belohnte. Beeindruckend waren dabei seine 260 kg im Kreuzheben, mit denen er alle Konkurrenten in den Schatten stellte.

Obwohl sich Jan Kiermeier als Vizemeister des Vorjahres im Leichtschwergewicht um 22,5 kg auf 552,5 kg (200-132,5-220) steigerte, rutschte er in der diesjährigen Rangfolge auf Rang vier ab. Sieger wurde Marco Dömling aus Randersacker mit 620 kg.

 

Karl Greiner