Stemmclub führt Bundesliga-Südgruppe an und liegt auf Finalkurs

 

Überlegener Sieg gegen Neuaubing und Randersacker – Denk drückt bayerischen Juniorenrekord

 

MISTER ZUVERLÄSSIG: Eberhard Schwanke hatte mit einer Dreikampfleistung von 845 kg einmal mehr großen Anteil am exzellenten Landshuter Mannschaftsergebnis.

 

Zum Auftakt der Kraftdreikampf-Bundesliga hat der Stemmclub Bavaria 20 Landshut seine Ambitionen auf einer der vier Finalplätze untermauert. Mit starken 1846,82 Relativpunkten setzten sich die Niederbayern in der Südgruppe an die Tabellenspitze. Auch bundesweit können die in den vergangenen Jahren oft chancenlosen Dreihelmenstädter diesmal mithalten. Denn hinter drei erwateten starken Nordvereinen belegen die Bavarianer in der für die Vergabe der Finalplätze entscheidenden Gesamtwertung den vierten Rang.

 

Allerdings zeichnet sich schon nach dem ersten Wettkampftag das prophezeite Kopf-an-Kopf-Rennen um die vier begehrten Finalplätze ab. Deutlich in Führung liegt nicht aber nicht der favorisierte Titelverteidiger KFV Döbeln, sondern der SV Motor Barth, der mit 1944,55 kg relativ die „Pole“ im Norden übernahm. Als einziger aller Vereine erreichte er ein Resultat jenseits der 1900 Relativpunkte.

Im Süden zeigte der Stemmclub Bavaria 20 Landshut mit 1846,82 kg relativ eine respektable Leistung. Allerdings müssen sich die Niederbayern aus zweierlei Gründen „warm anziehen“. Zum einen rückt ihnen im Süden mit AC Oppenau ein weiterer Mitstreiter um den Gruppensieg mit einem Rückstand von nur 13,86 Punkten bedenklich nahe, zum anderen haben sieben Nordvereine mehr als 1800 Zähler gesammelt und melden damit auch Ambitionen auf einen Finalplatz an.

 

Die Bavarianer landeten bei ihrem ersten Wettkampf in Neuaubing gegen die Gastgeber und SG Randersacker den erhofften haushohen Sieg. Dabei machte sich die Verstärkung durch Jewgenij Kondraschow deutlich bemerkbar. Wenn er auch wegen der bald anstehenden deutschen Meisterschaften nur gebremst zu Werke ging, hob er wertvolle 471,83 Relativpunkte.

Der unverwüstliche, im 56.Lebensjahr stehende Senioren-Weltmeister, Eberhard Schwanke war der Stärkste der Veranstaltung. Er hob nicht nur mit 845 kg im Dreikampf die schwersten Gewichte, sondern holte auch mit 473,2 Zählern die meisten Relativpunkte.

Mario Schwanke stand seinem Vater kaum nach. Souverän beugte er gigantische 300 kg, verpasste dann aber die greifbar nahe 800 kg-Dreikampfmarke, weil ihm in den anderen Übungen die dritten Versuche nicht gelangen.

Alexander Denk begeisterte mit einer neuen bayerischen Rekordmarke (180 kg) auf der Bank, büßte aber im Kreuzheben wichtige Kilos ein.

Andre Ignor entwickelt sich gut und bewies das auch mit einer respektablen Vorstellung.

Wollen die Bavarianer ihre Chance auf den Endkampf wahren, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ständig in Bestbesetzung anzutreten. Es gilt möglichst viele Kilos zu sammeln. Ein schwieriges Unterfangen angesichts der Leistungsdichte, weil die derzeitigen Finalanwärter zwischen Platz zwei und vier nur 10,65 Punkte auseinander liegen. Allerdings haben die Landshuterr noch einen Trumpf in der Hinterhand. Matthias Melcher sollte bis bald wieder einsatzfähig sein. Für die ehrgeizigen Bavarianer wäre das auf dem weg ins Finale eine wertvolle Verstärkung.

 

Ergebnisse: ESV Neuaubing 1544,63 kg rel., SG Randersacker 1633,37 kg rel., STC Bavaria 20 Landshut 1846,82 kg rel.

Einzelergebnisse der Landshuter: Andre Ignor 525 kg (Kniebeuge 202,5/ Bankdrücken 120/ Kreuzheben 202,5- rel. 372,38), Alexander Denk 630 kg (220/180/230- rel. 441,69), Mario Schwanke 790 kg (300/235/255- rel. 460,10), Jewgenij Kondraschow 840 kg (305/240/295- rel. 471,83), Eberhard Schwanke 845 kg (315/250/280- rel. 473,20).

 

Karl Greiner