Eberhard Schwanke – mit Weltrekord zur deutschen Vizemeisterschaft

 

Bavaria-Senior mischt bei den Aktiven kräftig mit – Sohn Mario Dritter

 

Deutsche Spitzenklasse im Kraftdreikampf: Vater Eberhard und Sohn Mario Schwanke

 

Unglaublich: Der 55 ½  Jahre alte Bavaria-Veteran Eberhard Schwanke sicherte sich am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf der Aktiven in Gräfenhainichen mit 862,5 kg und einem neuen Senioren-Weltrekord im Bankdrücken (262,5 kg) im zweiten Superschwergewicht hinter dem Nürnberger Jewgenij Kondraschow die Vizemeisterschaft. Sein Sohn Mario Schwanke schaffte erstmals den Sprung aufs Treppchen und holte Bronze im ersten Superschwergewicht mit 812,5 kg.

 

Eberhard Schwanke – ein Name, ein Begriff im Kraftsport, und das nun schon seit Jahrzehnten! Der gemütliche „Superschwere“ aus dem Norden, mehrfacher Welt- und Europameister lässt auch im Seniorenalter nicht locker. Mit einer Superleistung überraschte er erneut die staunende Fachwelt und musste bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften in der Königsklasse lediglich den Ausnahmeathleten Jewgenij Kondraschow vorbeiziehen lassen.

Eberhard Schwanke, der für seine großen Steigerungssprünge bekannt ist, eröffnete die Kniebeuge mit 270 kg, steigerte erfolgreich auf 305 kg und beschloss diese Disziplin mit 320 kg. Damit lag er auf Rang fünf, es führte Andreas Blank aus Cremlingen mit 340 kg. Im Bandrücken stellte er aber die gesamte Konkurrenz in den Schatten und wuchtete eine bildsaubere Dreierserie mit 240, 255 und 262,5 kg nach oben, wobei sein letzter Versuch sogar Senioren-Weltrekord bedeutete. Mit dieser Last steigerte er seine eigene im April 2008 aufgestellte Weltbestleistung um 1,5 kg.

Im Zwischenstand übernahm nun Eberhard Schwanke mit 582,5 kg die Führung vor

Jewgenij Kondraschow (562,5 kg) und Andreas Blank (547,5 kg). Beim Kreuzheben glückten ihm 260 und 280 kg und damit sammelte er im Dreikampf satte 862,5 kg. Hier konnte er zwar die restliche Konkurrenz in Schach halten, die Überlegenheit des Nürnbergers Kondraschow musste er jedoch anerkennen.

Damit unterstrich Eberhard Schwanke erneut seine Ausnahmestellung im deutschen Kraftsport, zumal er den im Durchschnitt 22 Jahre jüngeren Widersachern erfolgreich Paroli bieten konnte.

Sein Sohn Mario Schwanke wird immer mehr zu einer festen nationalen Größe im ersten Superschwergewicht. Mit der beachtlichen Gesamtleistung von 812,5 kg eroberte er die Bronzemedaille. Dabei sind seine genetischen Anlagen unverkennbar, denn auch er war – wie sein Vater - auf der Bank in seiner Gewichtsklasse mit 245 kg mit Abstand bester Heber. Obwohl er in der Beuge 305 kg bewältigte und aus dem Kreuz 280 kg lupfte, verlor er hier gegenüber dem Teilnehmerfeld wichtige Kilos.

Großes Lob aus den Fachkreisen wurde der Familie Schwanke zuteil, den eine solche Heberkonstellation gibt es in Deutschland kein zweites Mal!

 

Karl Greiner