Daniel Ginzinger holt deutsche Meisterschaft im Kraftdreikampf

 

Bavaria-Nachwuchsstar gab beeindruckende Vorstellung

in Bautzen – Denk verschenkt Medaille

 

Ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent: Deutscher Meister der Junioren Daniel Ginzinger

 

Einen Glanzpunkt in seiner Kraftsportkarriere setzte der 21-jährige Bavaria-Athlet Daniel Ginzinger bei den deutschen Kraftdreikampf-Juniorenmeisterschaften in Bautzen. Souverän gewann er den Titel in der Klasse bis 110 kg mit 715 kg (272,5-187,5-255). Vereinskamerad Alexander Denk blieb im Leichtschwergewicht sowohl in der Kniebeuge als auch im Bandrücken ohne gültige Wertung und verschenkte damit die sichere Vizemeisterschaft.

 

Seiner Favoritenrolle mehr als gerecht wurde Daniel Ginzinger im zweiten Schwergewicht. Topfit auf die Minute setzte er in allen Disziplinen neue Bestmarken und distanzierte die Mitstreiter überaus deutlich. Allerdings hing seine Goldmedaille gleich zu Beginn am seidenen Faden, da das Kampfgericht in der Kniebeuge die ersten beiden Versuche mit 265 und 272,5 kg nicht anerkannte und erst im dritten Versuch nach heftiger Intervention von Bavaria-Chef Bernhard Hoidn bei der Jury eine gültige Wertung erhielt.  Danach gab es nur noch weiße Lampen. Im Bankdrücken schob er ohne Makel 175, 182,5 und 187,5 kg nach oben und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 22,5 kg Vorsprung vor dem Verfolgerfeld. Das Kreuzheben startete er mit 240 kg – eine Last, die keiner seiner Konkurrenten bewältigen konnte – und steigerte sich über 250 auf 255 kg. 715 kg im Dreikampf belohnten das trainingsfleißige Ausnahmetalent mit der deutschen Meisterschaft und eröffnen ihm für die noch dreijährige Juniorenzugehörigkeit hoffnungsvolle Perspektiven.

 

Leichtschwergewichtler Alexander Denk, konnte im letzten Jahr seiner Startberechtigung in der Juniorenklasse seine Chance nicht nutzen. Sehr schnell musste er einsehen, dass sich Erfolg nicht erzwingen lässt. Nach einem Fehlversuch in der Kniebeuge an 220 kg steigerte er auf 235 kg und versagte hier zweimal. Damit war die sichere Vizemeisterschaft leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Obwohl er ohne Aussicht auf eine Dreikampfwertung in den weiteren Disziplinen den Wettbewerb fortsetzte, versuchte er sich auch auf der Bank an 180 bzw. 192,5 kg vergeblich und blieb hier ebenfalls ohne Erfolgserlebnis. Lediglich sein erster Kreuzheberversuch an 225 kg war gültig. Der Sieger Andre Justus aus Jena erreichte insgesamt 662,5 kg, Alexander Denk’s „Milchmädchenrechnung“ ergab bei der Addition seiner missglückten Versuche sogar 672,5 kg – dennoch Pech gehabt!

 

Karl Greiner