Stemmclub Bavaria verliert Tabellenspitze der Bundesliga-Süd

 

 

Power Gym Wiesbaden behauptet sich gegen Landshut und Fellbach –

Herzog bester Bavarianer

 

 

Stärkster Heber im Bavaria-Dress: Michael Herzog

 

Die Rechnung ging nicht auf: Nach der souveränen Tabellenführung büßte der Stemmclub Bavaria 20 Landshut am Wochenende die Spitzenposition in der 1.Kraftdreikampf-Bundesliga, Gruppe Süd, ein. Die nicht in Bestbesetzung angetretenen Landshuter (1720,28 kg relativ) mussten sich Power Gym Wiesbaden (1786,18 kg relativ) beugen, besiegten aber SV  Fellbach (1589,36) deutlich.

 

Bavaria-Coach Bernhard Hoidn schonte diesmal die Stammheber Jewgenij Kondraschow und Mario Schwanke, die erst vor zwei Wochen bei der deutschen Aktivenmeisterschaften Medaillen holten, ebenso Eberhard Schwanke und Daniel Ginzinger für die entscheidende Rückrunde. Dafür bekamen neben dem Routinier Josef Grießl weitere Kaderathleten die Chance, ihre Stärke zu beweisen.

 

Die Entscheidung zugunsten des Tabellenzweiten Wiesbaden fiel bereits in der ersten Disziplin. Die Hessen überrollten die Gastgeber in der Kniebeuge mit 698,72 Relativpunkten und verschafften sich damit einem Vorsprung von 61,95 Zählern. Fellbach verlor hier deutlich den Anschluss. Die höchsten Leistungen in dieser Übung boten die beiden Wiesbadener Volker Dell (300 kg/rel. 180,45) und Andreas Koch (320 kg/rel.180,42) sowie der Fellbacher Joachim Scholz (290 kg/rel.175,80). Stärkster Landshuter war Josef Grießl mit 285 kg und 169,69 Relativpunkten.

 

Auf der Bank zeigten die Gastgeber die besten Resultate, aufholen konnten sie aber nur 4,98 kg relativ. Die höchste Wertung erzielte der Bavarianer Josef Bauer, der mit 210 kg 130,56 Kilopunkte für die Mannschaft beisteuerte. Dahinter lagen der Wiesbadener Andreas Koch (225 kg/rel. 126,86) und mit Michael Herzog (185 kg/rel. 120,33) ein weiterer Landshuter.

 

Das abschließende Kreuzheben gewannen wieder die Wiesbadener mit 643,59 Punkten vor Landshut (634,63 kg rel.) und Fellbach (613,17 kg rel.). Hier trumpften vor allem zwei Württemberger auf: Joachim Scholz (290 kg/rel. 175,80) und Mathias Siegle (242,5 kg/rel. 170,31), dahinter der Wiesbadener Andreas Koch (300 kg/rel. 169,14).

 

Star der Veranstaltung war Andreas Koch (Wiesbaden) mit 845 kg im Dreikampf und 476,41 Punkten. Es folgte der Fellbacher Joachim Scholz (454,65) vor dem Landshuter „Senkrechtstarter“ Michael Herzog. Der 32-jährige Polizeibeamte beugte souverän 250 kg, drückte 185 kg auf der Bank und zog 242,5 kg aus dem „Kreuz“. Seine 677,5 kg im Dreikampf wurden mit 440,31 Relativpunkten vergütet.

Ihm am nächsten im Bavaria-Team kam Josef Bauer. Nach seiner herausragenden Leistung auf der Bank, verpatzte er leider zweimal die angepeilten 250 kg im Kreuzheben.

Josef Grießl begnügte sich mit jeweils zwei Versuchen und schöpfte seine Reserven nicht voll aus. Wenn auch Alexander Denk wichtige Kilos im Bankdrücken aufgrund seiner unverständlichen Steigerungsweise verschenkte, so präsentierte er sich dann aber doch im Kreuzheben mit einer respektablen Vorstellung.

Eine gute Figur machte Elisabeth Behammer, obwohl ihr bei ihren beiden Versuche, die eigene Bestmarke auf 150 kg im Kreuzheben zu steigern, ein Quentchen Glück fehlte.

Nach längerer unfreiwilliger Pause testete Wolfgang Franke sein Leistungsniveau außer Konkurrenz. Mit neun gültigen Versuchen bot er eine beachtliche Vorstellung und scheint schneller als erwartet an das frühere Leistungsvermögen anzuschließen.

 

In der Gruppe Süd rangieren nun drei gleichwertige Teams an der Spitze. Tabellenführer Power Gym Wiesbaden liegt mit 30,14 Relativpunkten vor Bavaria Landshut und weitere 17,64 Zähler dahinter lauert SG Randersacker. Auf eine spannende Entscheidung um die süddeutsche Meisterschaft darf gehofft werden.

 

Mannschaftsergebnisse: STC Bavaria Landshut (1720,28 kg) - Power Gym Wiesbaden 1786,18 kg – SV Fellbach (1589,36 kg).

Einzelergebnisse des Stemmclubs: Behammer Elisabeth 320 kg (120/70/130- rel. 299,58), Denk Alexander 610 kg (220/155/235- rel. 422,24), Herzog Michael 677,5 kg (250/185/242,5- rel. 440,31), Bauer Josef 692,5 kg (245/210/237,5- rel. 430,53), Grießl Josef 717,5 kg (285/152,5/280- rel.427,20), außer Konkurrenz: Franke Wolfgang 630 kg (220/170/240- rel. 363,38).

 

Karl Greiner