Kraftsport-Oldie mit Weltrekord zur deutschen Meisterschaft

 

Eberhard Schwanke siegt souverän in Lauchhammer –

Josef Grießl wird Vize

 

Eberhard Schwanke

 

Eberhard Schwanke vom Stemmclub Bavaria ist einfach nicht zu bremsen: Erneut holte der 58-jährige Superschwergewichtler in Lauchhammer mit 845 kg (300/265,5/ 280) einen weiteren deutschen Meistertitel in der Altersklasse II. Vizemeister wurde Josef Grießl in der AK I bis 110 kg mit 755 kg (312,5/160/282,5).

 

In einer außergewöhnlich guten Verfassung präsentierte sich Eberhard Schwanke. Mit 300 kg im zweiten Versuch der Kniebeuge begnügte sich der Landshuter, zumal er sein Hauptaugenmerk auf das Bankdrücken richtete. Zunächst schien sich ein glückloser Verlauf abzuzeichnen, da er seinen Auftakt an 240 kg verfehlte. Unbeirrt steigerte er auf 250 kg, die er sicher meisterte und verlangte dann die neue Weltrekordlast von 265,5 kg. Mit seiner eigentümlichen Art senkte er den Eisenberg in Zeitlupe auf die Brust und katapultierte nach dem Signal die Weltrekordlast nach oben. Zum wiederholten Male bewies er damit seine Ausnahmestellung unter den weltbesten Senioren. Fehlerfrei beendete er seine Kreuzheberserie mit 280 kg und sicherte sich klar die Goldmedaille im Dreikampf.

 

Stark gefordert wurde Josef Grießl im zweiten Schwergewicht der AK I. In Bombenform beugte er 312,5 kg und setzte sich damit an die Spitze der Konkurrenz vor Carsten Steinfels (Langen) und Sven Schäfer (Magdeburg). Auf der Bank – seine ausgewiesene Schwäche – arbeitete er ohne Makel, brachte aber „nur“ 160 kg in die Wertung und wurde von den anderen förmlich überrollt. Die beste Leistung schaffte hier der Geringswaldener Jens Christalle mit 255 kg, der Landshuter fiel im Zwischenstand auf Rang vier zurück. Im Kreuzheben reichten Sven Schäfer 265 kg zum Titelgewinn mit 790 kg, dahinter entbrannte ein spannendes Finale, da die drei Bewerber um die Silbermedaille in der Endabrechnung nur 2,5 kg Leistungsdifferenz aufwiesen. Der Geringswaldener brachte 242,5 kg in die Wertung und musste zusehen, wie ihm die beiden anderen an ihm vorbeizogen. Stornfels zog 280 kg und schaffte damit 755 kg. Der Landshuter bewahrte die Nerven, ließ sich 282,5 kg aufladen und zog die Last sicher nach oben. Damit erreichte er ebenfalls 755 kg im Dreikampf, war aber leichter als der Langener und wurde damit Vizemeister.

 

Karl Greiner