Klaus Semskij verpasst einmalige Gelegenheit, Weltmeister zu werden

Bavaria-Bankdrücker scheidet in Florida ohne gültige Wertung aus

 

 

Pech für Klaus Semskij bei Weltmeisterschaft

 

Es hätte eine Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften im Bankdrücken werden sollen und können, aber Deutschlands stärkster Bankdrücker, Klaus Semskij vom Stemmclub Bavaria 20 Landshut, kam mit leeren Händen aus dem knapp 8000 km entfernten Orlando in Florida zurück.

Seine Hoffnungen waren mehr als berechtigt, zumal er erst kürzlich in der Klasse bis 110 kg einen neuen deutschen Rekord mit 283 kg aufstellte und dem neuen Weltmeister, Goto Shuji aus Japan, lediglich 235 kg zum Titelgewinn reichten.

 

Semskij war aber nicht das alleinige Opfer, das auf der „Strecke“ blieb. Zwei weitere WM-Favoriten, Al Omari Rashid Sami (UAE) und der Schwede Mikael Jaldefors pokerten hoch und blieben wie der Landshuter am Ende ohne gültige Wertung.

 

Der Heber der Vereinten Arabischen Emirate startete den Wettkampf mit 265 kg, der Landshuter und der Schwede eröffneten mit 275 kg – alle erfolglos! Semskij und Jaldefors wiederholten – beide erneut ungültig. Ebenso Al Omari, der auf 277,5 kg erhöhte. Im letzten Durchgang das gleiche Prozedere: Keiner der Top-Favoriten brachte den Eisenberg regelgerecht zur Hochstrecke. Zwar war das Landshuter Team mit Betreuer Daniel Ginzinger noch zuversichtlich, aber das 2:1-Urteil machte alle Hoffnungen zunichte.

Ärgerlich dieser Umstand, denn ob der zweifache Europameister jemals noch so eine günstige Gelegenheit bekommt, seine Titelsammlung mit WM-Gold aufzuwerten, bleibt abzuwarten.

 

Karl Greiner