Stemmclub übernimmt Tabellenführung in der Bundesliga-Süd

 

Knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Landshut, Wiesbaden und Fellbach – Ehrung für Eberhard und Mario Schwanke

 

 

Ehre, wem Ehre gebührt: Mario Schwanke (v. li.) und Eberhard Schwanke (v. re.), 1. Vorsitzender Bernhard Hoidn (stehend, li.) und Abteilungsleiter Daniel Ginzinger (stehend re.).

 

Der Einstieg in die Bundesligasaison 2011 ist den Kraftdreikämpfern des Stemmclub Bavaria 20 Landshut gelungen. Mit 1773,53 Relativpunkten distanzierten die Dreihelmen­städter an eigener Hantel SV Fellbach (1736,61) und ESV Neuaubing (1413,63) und setzen sich damit an die Spitze der Gruppe Süd vor Power Gym Wiesbaden (1761,68). Erwartungsgemäß unterstrichen die Spitzenreiter im Norden ihre Anwartschaft auf den deutschen Mannschaftstitel. SV Motor Barth stellte mit 2054,23 kg relativ die Konkurrenz in den Schatten, der amtierende deutsche Meister VfB Klötze dagegen spielte mit 1970,03 Relativpunkten noch nicht alle Asse aus.

 

Die Südgruppenbegegnung in Landshut stand ganz im Zeichen des Hausherrn. Bavaria Landshut erarbeitete sich in den beiden Anfangsdisziplinen einen deutlichen Vorsprung, der allerdings im Kreuzheben gegenüber den Fellbachern rasant zusammenschmolz. Dennoch war der Sieg nicht gefährdet.

Das Hoidn-Team ging hochmotiviert an die Aufgabe. Allen voran Abteilungsleiter Daniel Ginzinger, der die beste Leistung im Bavaria-Trikot zeigte, obwohl ihm nicht alles glückte. In der Beuge zwang ihn das Kampfgericht 290 kg ordnungsgemäß zu wiederholen und an 200 kg auf der Bank patzte er zweimal. Dagegen riss er beim Kreuzheben förmlich die 280 kg schwere Hantel nach oben.

Michael Herzog wuchs förmlich über sich hinaus. Ohne einen einzigen Fehlversuch knackte der 33-jährige Polizeibeamte hochkonzentriert die 700 kg-Marke im Dreikampf.

 

Eberhard und Mario Schwanke, Deutschlands stärkstes Vater/Sohn-Gespann, verbuchten einen maßgeblichen Anteil am Landshuter Sieg. Aufmerksamen Beobachtern blieb auch diesmal wieder nicht verborgen, dass jeder Auftritt sich zu einem persönlichen Leistungsvergleich „hochschaukelt“.

Vater Eberhard behielt diesmal mit einem kaum unterscheidbaren 0,69 Relativpunkte-Vorsprung noch die Oberhand.

 

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Newcomer Florian Tikwe zumindest in den ersten beiden Disziplinen. Aufgrund von Koordinationsschwierigkeiten gelang ihm weder in der Kniebeuge noch auf der Bank eine gültige Wertung – eine „Horrorvision“ für jede Mannschaftsleistung. Lediglich im Kreuzheben lief er mit 180 kg zur Höchstform auf.

Das Bavaria-Team hatte insofern Glück, dass Tikwes Leistung nicht in die Wertung kam, da sich das Mannschaftsergebnis aus den Leistungen der vier von fünf Mannschaftshebern errechnet.

 

Außer Konkurrenz sammelte der Jugendliche Eugen Feldbusch mit zahlreichen persönlichen Bestmarken wertvolle Wettkampferfahrungen.

 

Vorstand Bernhard Hoidn ehrte im Rahmen der Bundesligabegegnung Eberhard und Mario Schwanke für den 15-jährigen Einsatz in der ersten Bundesliga. Sie prägten maßgeblich die Bavaria-Staffel und zeichneten sich durch beispielhafte Zuverlässigkeit aus. Beide wollen in Zukunft etwas Abstand vom kräftezerrenden Bundesligageschehen nehmen und sich mehr auf Einzelwettbewerbe konzentrieren. Schließlich soll nicht nur der Status „Stärkste Familie“ erhalten, sondern noch ausgebaut werden.

 

Ergebnisse des Landshuter Kampftages: STC Bavaria 20 Landshut (1773,53) – SV Fellbach (1761,68) – ESV Neuaubing (1413,63).

Die Einzelergebnisse der Landshuter: Daniel Ginzinger 760 kg (Kniebeuge 290/Bank­drücken 190/Kreuzheben 280-rel. 455,85); Michael Herzog 700 kg (260/190/250-rel. 452,69); Eberhard Schwanke 775 kg (280/240/255-rel. 432,84); Mario Schwanke 750 kg (275/245/230-rel. 432,15); Florian Tikwe 180 kg (0/0/180 -rel. 129,35); außer Konkurrenz: Eugen Feldbusch 482,5 kg (180/117,5/185-rel. 329,64)

 

Dr. Karl Greiner