Stemmclub Bavaria zieht Jahresbilanz und ehrt verdiente Mitglieder

 

Robert Rinderer seit 50 Jahren eine wichtige Stütze des Vereins

 

 

Große Ehrung für Robert Rinderer zur 50-jährigen Mitgliedschaft (Mitte) mit Stadtrat Helmut Radlmeier (selbst geehrt für 10 Jahre Mitgliedschaft), Bernhard Hoidn (1. Vorsitzender), Dr. Karl Greiner (Ehrenvorsitzender) und Willi Hess (Stadtrat und Abteilungsleiter; v. links)

 

Der Stemmclub Bavaria 20 Landshut hat allen Grund optimistisch dem Jahr 2013 entgegen zu sehen, zumal die Bilanz des zu Ende gehenden Jahres überaus positiv ausfiel. Im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier standen die Ehrungen verdienter Mitglieder, die gekrönt wurden durch die Auszeichnung von Robert Rinderer für die 50-jährige Mitgliedschaft und die Verleihung der Goldenen Anstecknadel für Martin Michaelis.

 

Bereits zum 10. Mal ließ Vorstand Bernhard Hoidn unter den Augen der beiden Stadträte Helmut Radlmeier und Willi Hess das Sportjahr Revue passieren.

Eingeleitet hatte es Luxemburgs Nationaltrainer Alain Hammang mit dem obligatorischen Lehrgang für die Kraftdreikämpfer, die sich daraufhin erfolgreich mit zwei Staffeln an der Bayernliga beteiligten.

Die Generalversammlung stellte weiterhin die Weichen für das Hoidn-Team.

An zahllosen Wettbewerben nahmen die Bavarianer teil und die „Ausbeute“ bei Einzelmeisterschaften – angefangen von der Bezirks- über die Landes- bis hin zur Bundesebene - war gewaltig. Die herausragendsten Platzierungen gehen jedoch auf das Konto der deutschen Bankdrückmeister Eberhard Schwanke und Klaus Semskij. Beide triumphierten auch international: Schwanke wurde Europameister und Semskij holte dem WM-Titel mit Weltrekord.

Leider mussten die beiden Bundesligastaffeln zurückgezogen werden, um einen altersbedingten Neuaufbau zu ermöglichen. Die Nachwuchsleute sammelten in der Bayernliga mit zwei Teams wichtige Erfahrungen und platzierten sich auf Platz zwei und sechs. Aufhellende Wirkung hatte der Sieg der Junioren bei den bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Bankdrücken.

 

Zahlreiche Großveranstaltungen auf eigener Bühne, wie z. B. das internationale Turnier Bavaria-Cup, das Josef Spießl-Turnier, sowie die Bezirksmeisterschaften im Gewichtheben und Bankdrücken an einem Tag, meisterten die Bavarianer mit Bravour.

Die Initiative „Unser Club soll schöner werden“ mit Bodenerneuerung, Malerarbeiten und Geräte-Neuanschaffungen macht sich nicht nur augenscheinlich, sondern vor allem funktional bemerkbar.

Auch dieses Jahr berücksichtigte die Stadt Landshut 14 Bavarianer bei der Sportlerehrung und mit Mario Schwanke erhielt der 12. Stemmclub-Akteur die höchste Auszeichnung der Stadt Landshut – den Silberbecher.

 

Die Vereinsehrungen leitete der 1. Vorsitzende Bernhard Hoidn mit zwei Sonderauszeichnungen ein: Steffi Huber kümmert sich vorbildlich um das Finanzwesen des Clubs und Monika Huber, „rechte“ Hand des Vorstands und zuständig für alle Belange, hält dem Vorstand zur Ausübung seiner Amtsgeschäfte den Rücken frei.

Abteilungsleiter Daniel Ginzinger und Jugendleiter Stefan Voss vergaben folgende Auszeichnungen für sportliche Leistungen: Goldene Anstecknadel für Michaelis Martin, silberne Anstecknadel für Straßer Wolfgang, Sven Lorenz und Thomas Scherbluk.

Vorstand Bernhard Hoidn und Abteilungsleiter Willi Hess verliehen die Urkunden aufgrund der Mitgliedsdauer von 10 Jahren an Huber Monika, Milchmeier Werner, Radlmeier Helmut, Straßer Andreas, Teuscher Helge,  Ungewitter Christoph, von 15 Jahren an Hoffmann Dieter, Hofmann Franz, Menden Markus, Paisch Arthur, Schwanke Eberhard, Schwanke Mario, Williams Mike, von 20 Jahren an Bahan Georg, Fromm Ernst, Stübinger Sebastian, von 25 Jahren an Forstmeier Christian, Gottinger Johann, Schmidt Holger, Schmidt Wolfgang, Steindl Alois, Straßer Siegfried, von 40 Jahren an Emmert Franz, Niederbruckner Wilfried und von 50 Jahren an Rinderer Robert.

 

Ehrenvorsitzender Dr. Karl Greiner würdigte ausführlich die Verdienste von Robert Rinderer, der sich vor allem als Leistungssportler, aber auch als Funktionär für den Stemmclub verdient gemacht hat.

Der talentierte Gewichtheber absolvierte ca. 100 Wettkämpfe, davon war er viele Jahre stärkster Heber des Stemmclubs. Seine Bestleistungen lagen im Drücken bei 140 kg, im Reißen bei 117,5 kg und im Stoßen bei 150 kg.

Schon 1967 machte er mit dem Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft der Junioren auf sich aufmerksam. Weitere wichtige Titel sollten folgen, die mit den höchstmöglichen Auszeichnungen des Vereins und sogar des Verbandes gewürdigt wurden. 1974 erhielt er die Ernennung zum Ehrenmitglied.

Viele Jahre widmete sich Robert Rinderer neben den sportlichen Aktivitäten auch Funktionärstätigkeiten, z. B. als Trainer und Abteilungsleiter (Gewichtheben).

In seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender war er verantwortlich für die Organisation der 70- und 80-Jahr-Feier mit zahlreichen Ehrungen, darunter auch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an den damaligen Oberbürgermeister Josef Deimer.

Wie kein anderer hat er in seiner Verantwortung als Vorsitzender die Finanzen überwacht und die Grundlage für eine solide Finanzpolitik im Verein geschaffen.

Unvergessen bleiben seine jahrzehntelangen Auftritte als Nikolaus bei den Stemmclub-Weihnachtsfeiern.

Der staatlich geprüfte Schwimmmeister, der auch seine Meisterprüfung ablegte, zeigte ebenso bei der Wasserwacht ein großes ehrenamtliches Engagement, nicht nur als Vorsitzender der Wasserwacht Ergolding, sondern auch als Ausbilder und Prüfer.

Seine Verbundenheit mit Landshut offenbarte sich vor allem in der Liebe zur Landshuter Hochzeit, der er seit 1978 angehört, zuerst als Pferdeführer, dann als Ritter.

 

Mit einem Ausblick auf das kommende Sportjahr beschloss Vorsitzender Bernhard Hoidn die Abschlussfeier.

 

Dr. Karl Greiner