Bavaria-Kraftdreikämpfer beenden Bundesliga mit Rang drei

Landshuter verfehlen Vizemeisterschaft nur knapp –

Daniela Falck in Superform

 

Die Würfel für die Finalteilnahme um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Kraftdreikampf sind gefallen. Nordmeister VfB Klötze setzte sich mit einer Durchschnittsleistung von 1952,54 Relativpunkten  klar gegen SV Motor Barth (1912,51) und den Herrnburger AV (1881,87) durch und im Süden katapultierte sich Power Gym Wiesbaden mit 1924,49 kg förmlich an die Tabellenspitze. Über 200 Zähler dahinter rangieren KSV Langen, STC Bavaria 20 Landshut und AC Oppenau nahezu gleichwertig auf den Plätzen zwei bis vier.

 

Ohne auch nur annähernd das Potential auszuschöpfen beendete der Stemmclub Bavaria 20 Landshut mit dem dritten Rang der 1.Bundesliga Süd die Mannschaftssaison.

Trotz rastlosem Bemühen von Abteilungsleiter Klaus Semskij  und Vorstand Bernhard Hoidn, der während der Saison selbst mehrfach zur Hantel griff, mussten sie aus Verletzungsgründen wichtiger Topathleten die Staffel immer wieder – teilweise sehr kurzfristig – umbilden und erwogen streckenweise sogar die Mannschaft zurückzuziehen. 

 

„Es ist klar, dass Spitzenkräfte wie Vitali Golder, Matthias Melcher, Eva-Maria Gall, Eberhard und Mario Schwanke nicht ohne deutlichen Leistungseinbruch zu ersetzen sind“, klagte Semskij.

So war es auch zum Saisonausklang in Randersacker, als Jungstar Josef Bauer wegen Grippe das Bett hüten und erneut wieder Bernhard Hoidn einspringen musste.

Obwohl seine Schulterverletzung noch immer nicht verheilt ist, „spendierte“ er seinem Team wichtige 402,1 Relativpunkte.

 

Robert Ossner entwickelte sich in dieser Saison zu einem Dauerbrenner, obwohl er eigentlich nur für sporadische Einsätze vorgesehen war. Selbst im letzten Kampf hatte er noch genügend „Feuer“ für seine neue Bestmarke in der Kniebeuge mit 280 kg.

 

In überzeugender Manier schraubte „Blondschopf“ Daniela Falck ihre Bestmarke in der Kniebeuge und im Dreikampf auf 147,5 kg bzw. 402,5 kg. Damit erwarb die Federgewichtlerin die Mitgliedschaft im erlesenen 400 kg-Club.

 

Mario Schwanke war nach seinem überstandenen Fußbruch wieder der „Alte“.
Ohne Schwierigkeiten hob er nicht nur im Dreikampf mit 757,5 kg die schwersten Gewichte, sondern war auch der fleißigste Punktesammler (448,9 kg relativ).

Sein Vater, Schwanke Eberhard, Senioren-Weltmeister und Weltrekordler  im Bandrücken, unterzog sich nach langer Verletzungspause außer Konkurrenz erfolgreich einer Belastungsprobe.

Ebenfalls außer Konkurrenz hob einer, der seine Laufbahn schon vor Jahren beendet hatte, aber sich für die am 20./21.April beim Stemmclub stattfindenden deutschen Seniorenmeisterschaften qualifizieren wollte: Dieter Renn. Dem 71 Jahre (!) alten Mittelgewichtler gelang das Vorhaben mit 150,0 kg in der Beuge, 90 kg auf der Bank und 180,0  kg im Kreuzheben und mit einer Dreikampfleistung von 420 kg mehr als eindrucksvoll.

Leider reichten dem Stemmclub in Randersacker die erbrachten 1725,60 kg relativ nicht aus, auf den Vizeplatz vorzurücken. Es fehlten im Durchschnitt nur 7,42 Relativpunkte.

 

Ergebnisse aus Randersacker: Power Gym Wiesbaden 1900,50 kg, KSV Langen  1735,80 kg,  STC Bavaria Landshut 1725,60 kg, SG Randersacker 1618,0 kg.

 

Einzelergebnisse des Stemmclubs: Daniela Falck  402,5 kg (147,5/80/175 – rel. 437,6), Robert Ossner 720,0 kg (280/190/250,0 –rel. 437,1), Bernhard Hoidn 665 kg (245/180/240 - 402,1 kg rel.), Mario  Schwanke 757,5 kg (262,5/235/260 - 448,9 kg rel.).

 

Außer Konkurrenz: Dieter Renn 420 kg (150/90/180 - 295 kg rel.), Eberhard Schwanke 675 kg (200/210/265 - 380,9 kg rel.).

 

Karl Greiner