Stemmclub behauptet die Tabellenspitze der Bundesliga-Süd

Kraftdreikämpfer siegen gegen Fellbach und Oppenau – „Überflieger“ Döbeln im Norden nicht zu bremsen

 

Am Durchmarsch des KFV Döbeln scheint es auch nach der zweiten Runde der Kraftdreikampf-Bundesliga keinen Zweifel zu geben. Mit sensationellen 2096,47 Relativpunkten verteidigten die Sachsen ihre Spitzenposition im Norden vor VfB Klötze und SV Motor Barth.

 

Im Süden dominiert weiterhin der Landshuter Stemmclub mit 1787,59 kg relativ vor Randersacker und Dresden. Die Bavarianer hatten in einer Dreierbegegnung in Fellbach eine leicht zu lösende Aufgabe. Während der Hausherr (1620,64) noch einigermaßen mithalten konnte, erwischte der AC Oppenau einen rabenschwarzen Tag. Obwohl Nationalheber Mario Schnurr mit neun gültigen Versuchen brillierte, reduzierten gleich drei (!) Teammitglieder, die ohne Wertung in einer Disziplin blieben, ihr Mannschaftsresultat auf indiskutable 1380,08 kg relativ.

In den Reihen der Landshuter war einmal mehr Senior Eberhard Schwanke der Erfolgsgarant. Er beugte sicher 315 kg, drückte 250 kg auf der Bank und zog 270 kg. Damit war der mehrfache Seniorenweltmeister nicht nur im Dreikampf mit 835 kg der stärkste Heber der gesamten Veranstaltung, sondern er sammelte auch mit 468,27 die meisten Relativpunkte.

Sohn Mario ist auf dem besten Weg auch leistungsmäßig immer mehr die Fußstapfen seines Vaters auszufüllen. Gleich zum Auftakt schraubte er seine persönliche Bestmarke in der Kniebeuge auf 280 kg, drückte beachtliche 227,5 kg und kam insgesamt auf 767,5 kg.

Mittelschwergewichtler Mathias Melcher stellte mit 320 kg erneut sein außergewöhnliches Kreuzhebertalent unter Beweis. Er ist neben Eberhard Schwanke die wichtigste Leistungssäule der Bundesligastaffel.

Andre Ignor zeigte sich in Rekordlaune: Bestleistung in der Beuge (200 kg), im Kreuzheben (192,5 kg) und im Dreikampf (510 kg) eröffnen dem Nachwuchsheber hoffnungsvolle Perspektiven.

Einen guten Einstand bot Gastheber Michael Oberfranz, der wichtige 4511,55 Relativpunkte beisteuerte.

Mit dem Sieg in Fellbach haben die Bavarianer gegenüber den Mitstreitern in der Gruppe Süd deutlich an Boden gutgemacht. Mit klarem Vorsprung gegenüber den stärksten Verfolgern steuern die Dreihelmenstädter der süddeutschen Meisterschaft entgegen, brauchen sich aber hinsichtlich einer Finalteilnahme um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft aufgrund der übermächtigen Nordvertreter keine Hoffnungen machen.

 

Ergebnisse: SV Fellbach 1620,64 kg relativ, AC Oppenau 1380,08 kg relativ, STC Bavaria Landshut 1787,59

Einzelergebnisse des Stemmclubs: Andre Ignor 510 kg (200/117,5/192,5 – rel. 368,27), Mario Schwanke 767,5 kg (280/227,5/260 – rel. 447,76), Michael Oberfranz 692,5 kg (250/152,5/290 – rel. 411,55), Mathias Melcher 710 kg (250/140/320 – rel. 460,01), Eberhard Schwanke 835 kg (315/250/270 – rel. 468,27)

 

Karl Greiner