Stemmclub Bavaria wird süddeutscher Mannschaftsmeister im Kraftdreikampf

Alexander Denk drückt bayerischen Rekord – Finalteilnahme verfehlt

 

Mit deutlichem Vorsprung und einer Durchschnittsleistung nahe bei 2000 Relativpunkten erarbeitete sich der KFV Döbeln die Austragungsberechtigung um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Kraftdreikampf am 26.April. VfB Klötze, KBV Bautzen und SV Motor Barth sind die weiteren Finalisten.

 

Der Stemmclub Bavaria 20 Landshut verpasste zwar die Teilnahme am Endkampf, tröstet sich aber nach dem unangefochtenen Durchmarsch im Süden mit dem süddeutschen Meistertitel.

Allerdings ging der Tagessieg in Neuaubing knapp an SG Randersacker mit 1659,43 kg relativ. Landshut erreichte 1653,80 Punkte, der Gastgeber kam auf 1641,87 und Fellbach präsentierte sich mit 1521,83 kg relativ. Das höchste Resultat hob im Süden der AC Oppenau mit 1809,94 kg.

 

Die Landshuter hatten durch die vorangegangenen Kämpfe ein dickes Punktepolster angesammelt und konnten sich erlauben, die Aushängeschilder Eberhard und Mario Schwanke und Mathias Melcher zuhause zu lassen.

Dennoch hätte der Saisonabschluss zu einer Gratwanderung werden können, weil ausgerechnet der von Verletzungen geplagte Vorstand und Trainer Bernhard Hoidn nach einem Schonversuch in der Beuge im Bankdrücken erst im letzten Durchgang mit viel Glück eine gültige 2:1-Wertung zustande brachte. Bei einer ungültigen Kampfrichterentscheidung hätte der Stemmclub im Mannschaftsresultat 109,8 Relativpunkte eingebüßt und damit wäre auch der Vorsprung im Gesamtdurchschnitt auf 29,27 Relativzähler geschmolzen.

Abteilungsleiter Klaus Semskij kam richtig ins Schwitzen, da zu diesem Zeitpunkt die Leistungen der an anderen Orten angetretenen Gegner nicht bekannt waren.

Dafür leistete sich Hoidn dann keine „Schnitzer“ mehr und überbot mit 657,5 kg im Dreikampf die begehrte 400 Punkte-Marke nach der Relativwertung.

 

Markus Windfelder und Wolfgang Franke absolvierten wie gewohnt einen soliden Wettkampf und steuerten mit 396,58 und 408,80 wichtige Relativpunkte bei. Wolfgang Frank stemmte mit 700 kg im Dreikampf die höchste Last im Bavaria-Team.

 

Der 20-jährige Nachwuchsheber Daniel Ginzinger stellte in allen Übungen neue Bestmarken auf. Obwohl er nahezu 8 kg im Vergleich zum letzten Jahr leichter war, schraubte er seine Marke in der Kniebeuge von 220 auf 240 kg. Auch auf der Bank lag er mit 145 kg um 5 kg über seinem alten Rekord und im Kreuzheben zeigte er sich mit 220 kg in Rekordlaune. Damit überbot er erstmals im Dreikampf die begehrte 600 kg-Marke um fünf kg.

Alexander Denk, ebenfalls erst 20 Jahre alt, war der Star des Tages. Der mehrfache nationale Jugendmeister und nun Junioren-Nationalkaderathlet überschritt mit seinen 69,3 kg nur knapp das Leichtgewichtslimit und sammelte mit 441,79 kg relativ die meisten Punkte. Herausragend dabei sein neuer bayerischer Rekord im Bankdrücken mit 162,5 kg. 

 

Ergebnisse in Neuaubing: 1.Randersacker 1659,43 kg relativ, 2. Landshut 1653,80 kg relativ, 3.Neuaubing 1641,87 kg relativ, 4.Fellbach 1521,83 kg relativ

Einzelergebnisse des Stemmclubs: Alexander Denk 585 kg (200/162,5/222,5-rel. 441,79), Bernhard Hoidn 657,5 kg (240/177,5/240-rel. 406,73), Daniel Ginzinger 605 kg (240/145/220-rel. 374,25), Wolfgang Franke 700 kg (257,5/175/267,5-rel. 408,80), Markus Windfelder 607,5 kg (210/165/232,5-rel. 396,58).

Abschlusstabelle 1.Bundesliga-Süd: 1. STC Bavaria Landshut 1746,78, 2. KSV Langen 1680,91, 3.SG Randersacker 1673,46, 4.SSV Erfurt-Nord 1653,03, 5.AC Oppenau 1622,56, 6.ESV Neuabing 1622,17, 7.SV Fellbach 1576,41

 

Karl Greiner