Stemmclub Bavaria hebt sich an die Tabellenspitze der Bundesliga-Süd

 

Klarer Sieg gegen ESV Neuaubing und SV Fellbach – Eberhard Schwanke topfit

 

Erfolgreicher Bundesligaauftakt der Landshuter Bavaria-Kraftdreikämpfer: Der Stemmclub schob sich am Wochenende an eigener Hantel mit 1798,96 Relativpunkten klar an die Tabellenspitze der 1.Liga Süd und distanzierte dabei die Gastmannschaften des ESV Neuaubing (1594,79) und SV Fellbach (1586,76).

 

Erfolgsgaranten war einmal mehr das „Schwanke-Duo“.  Vergessen sind die Verletzungen des mehrfachen Seniorenweltmeister Eberhard Schwanke und es war eine Freude dem im 55.Lebensjahr stehenden Kraftprotz zuzusehen, wie er mit mehr als sechs Zentner eine Kniebeuge machte, deutlich über fünf Zentner auf der Bank drückte und insgesamt mit 825 kg im Dreikampf nicht nur die Tageshöchstlast, sondern auch die beste Relativleistung bot.

Sohn Mario machte es seinem Vater eindrucksvoll nach. Trotz einiger Patzer in den Teildisziplinen schaffte er das zweithöchste Gesamtresultat (755 kg) im Bavaria-Team.

Mit den beiden Schwankes hat der Stemmclub ein höchst zuverlässliches Heberpaar, dessen Startzusage immer einer Leistungsgarantie gleichkommt.

 

Nach dem behutsamen Agieren in der Kniebeuge und auf der Bank krönte der 87,9 kg schwere Matthias Melcher den Abschluss mit einem 320 kg-Spitzenresultat im Kreuzheben und damit unterstrich der deutsche Meister seinen nationalen Ausnahmestatus.

Eine tolle Vorstellung bot der mehrere Jahre in den Diensten des Herrnburger AV gestandene und nun wieder zum Stemmclub heimgekehrte Alexander Denk, der im Dreikampf glatte 600 kg lupfte.

Leider musste sich diesmal der bärenstarke Josef Griessl mit dem Streichergebnis begnügen, obwohl er im Dreikampf die 700 kg-Marke überschritt.

 

Die 28.Bundesligasaison, in der die Gastgeber bereits sechs Mal deutscher Mannschaftsmeister und zweimal Vize wurden, hatte in der Gruppe Süd der zweigeteilten Liga den Landshuter Stemmclubakteuren nichts entgegenzusetzen. Mehr als 120 Relativpunkte liegen die Bavarianer vor den leistungsstärksten Verfolgern AC Oppenau und SG Randersacker.

Trotz der Freude über den Starterfolg wurden die Dreihelmenstädter durch den Blick in die Gesamttabelle rasch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, weil im Norden der KFV Döbeln allen Mitbewerbern um eine gute Ausgangsposition die Show stahl. Die Sachsen setzten sich mit einer Saisonbestmarke von 1948,00 kg relativ klar an die Tabellenspitze und ließen selbst den amtierenden deutschen Meister VfL Klötze (1912,10) hinter sich.

Da der Einzug ins Finale nur den vier bundesweit besten Team vorbehalten bleibt,  sind die Bavarianer davon noch einen respektablen Schritt entfernt, am 26.April mit den Endkampfteilnehmern um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2008 zu kämpfen.

 

 Karl Greiner