Zwei Ex-Weltmeister holen für den Stemmclub zwei deutsche Titel

 

Bankdrücker Klaus Semskij und Eberhard Schwanke siegen in Sonnberg

 

Beide waren schon Weltmeister, Weltrekordler und mehrfache deutsche Meister und am Wochenende erweiterten beide ihre Titelsammlung mit einer weiteren nationalen Auszeichnung: Klaus Semskij und Eberhard Schwanke vom Stemmclub Bavaria 20 Landshut siegten in Sonneberg bei den deutschen Meisterschaften im Bankdrücken der Senioren.

 

Eberhard Schwanke kann sich nun wieder schwerere Lasten aufladen lassen, nachdem ihn seine Handverletzung immer weniger beeinträchtigt. Mit spielerischer Leichtigkeit schnellte bei seinen Versuchen die Hantelstange von der Brust und es war kein Unterschied zu erkennen, auch wenn sie jedes Mal mit einem schwereren Gewicht beladen war. Sein Siegerresultat im Superschwergewicht der Altersklasse II (50 bis 59 Jahre) von 240 kg und der 40 kg-Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Walter Braun aus Burgau, unterstreicht einmal mehr seine Klasse.

 

Hochspannung versprach die Meldeliste im ersten Schwergewicht der Altersklasse I (40-49 Jahre). Alls was Rang und Namen in dieser Gewichtsklasse hat, war gemeldet, darunter auch der dreifache deutsche Meister Sven Raskin aus Lauchhammer, der Rekordhalter im Bankdrücken und amtierende deutsche Meister in Dreikampf Joachim Flett (SV Westerholt), der ehemalige Weltrekordler und amtierende deutsche Meister Torsten Pecht und der Landshuter Klaus Semskij.

Nach der Abwage war die Situation schon überschaubarer. Torsten Pecht kam nicht, 
Sven Raskin war außer Form und damit schien sich die Titelvergabe auf das Duell Semskij/Flett zu konzentrieren. Flett, der ein leichteres Körpergewicht einbrachte, begann den Wettbewerb mit 242,5 kg und scheiterte. Der Bavarianer übernahm mit 245 kg sicher die Führung. Flett wiederholte und bekam wieder ungültig, worauf der Landshuter den zweiten Versuch sausen ließ und abwartete. Flett versuchte sich erneut und es ging wieder daneben. Damit war Semskij bereits deutscher Meister und ließ sich deshalb die 271,5 kg schwere Weltrekordlast auflegen. Leider reichte die Kraft nicht ganz aus, den Hantelberg zu bezwingen. Der Ex-Weltrekordler gab sich gelassen: „Na ja, eigentlich lief es nach der langen Verletzungspause und nach nur achtmonatigem Training ganz gut. So nebenbei wurde ich noch zweitstärkster Relativheber mit nur 0,6 Punkte Rückstand.“ Zustimmendes Nicken bei Vorstand Bernd Hoidn, der die umsichtige Betreuung der Athleten übernommen hatte.

 

Karl Greiner