Daniela Falck deutsche Vizemeisterin im Kraftdreikampf

Platz drei in der Relativ-Gesamtwertung in Gräfenhainichen

 

Gräfenhainichen sollte für die Landshuter Kraftdreikämpferin Daniela Falck zum Titeltriumph im Federgewicht werden, leider musste sie sich trotz starker Leistungen erneut mit der deutschen Vizemeisterschaft begnügen. Die Bavarianerin hob im Dreikampf 387,5 kg, neue Meisterin wurde Nicole Steger (KFV Döbeln) mit 397,5 kg.

 

Laut „Papierform“ schien in diesem Jahr nun endlich der zweite Titel im Federgewicht nach 2002 und drei nachfolgenden Vizemeisterschaften für den Landshuter Blondschopf greifbar. Nachdem sie letztes Jahr mit drei ungültigen Versuchen im Bankdrücken aus der Wertung fiel, wollte sie unbedingt wieder an die Spitze.

Allerdings ging der Plan für die optimal vorbereitete bayerische Athletin auch dieses Jahr nicht auf. Den ersten unüberwindbaren Stolperstein produzierte Deutschlands Aushängeschild im Kraftdreikampf, Gundula von Bachhaus, die wider Erwarten in der 60-kg-Klasse antrat. Um die Titelchancen zu wahren, wechselte Daniela Falck mit nur geringem Übergewicht in die nächsthöhere Kategorie (Leichtgewicht). Doch bereits in der ersten Disziplin, der Kniebeuge, stand sie sich selbst im Weg. Drei Anläufe waren notwendig, um ihr 140 kg schweres Anfangsgewicht in die Wertung zu bringen. Dabei verlor sie wichtige Kilos gegenüber ihren stärksten Widersacherinnen. In Führung lag Silvana Harnisch (KFV Döbeln) mit 150 kg vor Falck und Nicole Steger mit jeweils 140 kg.

Auf der Bank gelangen der Landshuterin 77,5 kg, Harnisch war bei 67,5 kg hängen geblieben und ihre Vereinskameradin Nicole Steger übernahm mit 85 kg nun auch die Führung nach dem Zwischenstand.

Im Kreuzheben war bei Harnisch bei 160 kg Endstation. Sie schaffte mit 377,5 kg im Dreikampf aber den Sprung aufs Treppchen. Daniela Falck zog im zweiten Versuch 170 kg und verbuchte auf ihrem Konto 387,5 kg. Damit lag sie auf dem „Silberrang“. Auch wenn ihre letzte Steigerung auf 180 kg noch von Erfolg gekrönt gewesen wäre, Nicole Steger hatte bereits uneinholbar mit 397,5 kg den Titel unter Dach und Fach.

Damit muss die sympathische Bavarianerin ihren Traum von dem zweiten deutschen Meistertitel erneut um ein Jahr verschieben.

Beste Athletin wurde erwartungsgemäß Gundula von Bachhaus (FCL Rüsselsheim), die mit 500 kg im Dreikampf eine weltmeisterliche Leistung im Federgewicht (bis 60 kg) bot und auch souverän die Relativgesamtwertung mit 558,15 Punkten gewann. Die Klassensiegerin bis 48 kg, Marion Friedrich (PSV Schwedt), wurde Zweite mit 470,72 kg relativ und Daniela Falck (Bavaria Landshut) landete auf Platz drei mit 423,89 Relativpunkten.

 

Bei den Männern triumphierte der gerade aus dem Juniorenalter entwachsene Nürnberger Jewgenij Kondraschow nicht nur mit der höchsten Gesamtlast (967,5 kg), sondern auch mit der besten Relativleistung (540,74).

 

Karl Greiner