Daniela Falck sammelt WM-Erfahrungen

Bavaria-Athletin belegt in Sölden den 14. Platz im Kraftdreikampf

Sie gehört in Deutschland zur absoluten Spitze in ihrer Gewichtsklasse, im internationalen Vergleich hatte sie keine Chance einen Platz unter den besten zehn Dreikämpferinnen zu erreichen: Daniela Falck vom Stemmclub Bavaria 20 Landshut wurde in Sölden bei der 27. Weltmeisterschaft im Kraftdreikampf 14. im Leichtgewicht mit 400 kg (140/87,5/172,5).

Trotz einer guten Vorstellung in Österreich war sie gegenüber Konkurrentinnen mit meistens nur auf dem Papier geführten Amateurstatus chancenlos. Mit ihren 140 kg in der Kniebeuge landete die Landshuter auf Rang 18. Fünf Athletinnen bewältigten hier mehr als 200 kg, die Siegerin stellte mit 252,5 kg sogar einen neuen Weltrekord auf. Auf der Bank lief es für die Bavarianerin mit 87,5 kg hervorragend und damit schaffte sie die 11.beste Leistung. Unglaublich auch hier die internationalen Spitzenresultate: Drei Starterinnen hoben mehr als 150 kg und die Beste presste sogar mit 162,5 kg eine neue Weltbestleistung nach oben. Die Paradedisziplin, das Kreuzheben, beendete Daniela Falck mit 172,5 kg und schaffte somit im Dreikampf 400 kg. Das bedeutete in der Endabrechnung den 14. Rang. Weltmeisterin wurde die Russin Galina Potselueva mit 620 kg vor der Unkrainerin Larysa Solovyova (605 kg) und der Amerikanerin Priscilla Ribic (590 kg). Die Landshuterin trat mit nur 2,3 kg Übergewicht in der 67,5 kg-Klasse an, in ihrer ursprünglichen Kategorie (Federgewicht/60 kg) hätte sie Rang 11 belegt.

Bei dieser Weltmeisterschaft wurde wieder eindrucksvoll untermalt, wie haushoch die Athletinnen der ehemaligen Sowjetunion den westlichen Ländern überlegen sind und wie chancenlos die neben ihrer Berufstätigkeit sich dem kräfteraubende Training widmenden echten Amateure sind.

 

Karl Greiner