Knecht-Ruprecht-Cup im Kraftdreikampf fand regen Zuspruch

Frauenau und Landshut dominierten – Klaus Semskij drückt inoffiziellen deutschen Rekord

 

Das Aufgebot des Stemmclubs beim „Knecht-Ruprecht-Cup“ im Kraftdreikampf

 

Maximallasten wurden auf der Bühne des Stemmclubs beim „Knecht-Ruprecht-Cup“ im Kraftdreikampf gefordert und größtenteils auch geboten. In den drei möglichen Entscheidungsgruppen belohnte sich der KSC Frauenau mit Klassensiegen bis 240 kg und über 300 kg. Dafür hielten sich die Landshuter Lokalmatadoren in der Klasse bis 300 kg mit einem Doppelerfolg schadlos.

 

Der neukreierte Mannschaftswettbewerb bringt Athleten ins Spiel, die ihre „Schokoladenseite“ zeigen können, weil in jeder Disziplin des Kraftdreikampfes ein anderer Athlet an die Hantel geht. Maßgeblich für die Zuordnung zu einer Wettkampfgruppe ist das von dem aus drei Kraftsportlern bestehenden Team auf die Waage gebrachte Körpergewicht. Daraus resultieren die Kategorien bis 240 kg, 300 kg und über 300 kg. Der Sieg wurde nach den meisten gehobenen Kilos vergeben.

 

Die Entscheidung in der leichtesten Kategorie machten die starken Frauen aus Frauenau mit 215 kg zu ihrer Angelegenheit.

Organisator Andre Ignor schickte drei Stemmclub-Staffeln ins Rennen. Einen tollen Eindruck hinterließ Bavaria I. Muskelprotz Mario Stöger, einst deutscher Juniorenmeister im Kraftdreikampf, beugte erst 260, dann 280 kg. Leider verletzte er sich im letzten Versuch an 300 kg. Auf der Bank präsentierte sich Klaus Semskij in Rekordlaune. Bereits im zweiten Versuch überbot er mit 180 kg die deutsche Bestmarke um 5 kg. Aber damit nicht genug: 10 kg ließ er noch drauf packen und auch diese Last stellte ihn vor keine Probleme. Leider muss er auf eine Rekordanerkennung verzichten, da diese nur bei deutschen Meisterschaften möglich ist. Ohne Fehlversuch rundete Alexander Denk im Kreuzheben mit 220 kg das Mannschaftsresultat (690 kg) ab.

Die Leistungen in der zweiten Staffel des Stemmclubs addierten sich zu 640 kg und zum zweiten Platz. Hier überzeugten Ludwig Rieger mit 245 kg in der Beuge und Wolfgang Straßer mit 240 kg im Kreuzheben. Pech hatte Lukas Rydzynski nach dem 160 kg-Einstieg auf der Bank mit zwei „Ladehemmungen“ an 167,5 kg.

Mit dem undankbaren vierten Rang musste Bavaria III vorlieb nehmen. Viktor Prokopov kam locker mit 170 kg aus der Hocke raus, Abteilungsleiter Andre Ignor zeigte mit 120 kg sein Können auf der Bank und Stefan Voss steuerte 195 kg im Kreuzheben bei. Dennoch reichte es mit 485 kg „nur“ zum undankbaren vierten Rang.

Während die beiden Landshuter Mario Stöger und Klaus Semskij in der Kniebeuge und im Bankdrücken die höchsten Lasten bezwangen, war das im Kreuzheben der Frauenauer Max Schröder mit 270 kg.

 

Dr. Karl Greiner