Powerlifting in seiner heutigen Form wird seit über 25 Jahren als Disziplin in Welt-/ Europameisterschaften und internationalen Wettkämpfen durchgeführt. Er besteht aus drei Übungsteilen, die auch in ihrer Abfolge festgelegt sind:

Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben

Kniebeugen

Die Kniebeuge wird wie auch die anderen Übungen immer mit der Langhantel oder Wettkampfhantel durchgeführt. Die Langhantel wird aus Ständern in Schulterhöhe herausgenommen. Dabei wird die Hantel hinten auf den Schultern platziert und darf dabei nicht tiefer als 3 cm parallel zum höchsten Punkt der Schultern abgelegt werden. Die Athletin / der Athlet geht nun rückwärts und muss zu einem vollkommen ruhigen Stand kommen und aufrecht stehen. Nun erfolgt das Startkommando „SQUAT“ oder „BEUGEN“, erst jetzt darf gebeugt werden. Es muss so tief gebeugt werden bis der Hüftknickpunkt tiefer liegt als der oberste Punkt des gewinkelten Knies. Nun kann sich wieder aufgerichtet werden. Steht die Athletin / der Athlet wieder ruhig und aufrecht, erfolgt das Endkommando durch den Hauptkampfrichter.

Bankdrücken

Das Bankdrücken wird mit einer besonderen Bank, deren Masse genau festgelegt sind, durchgeführt. Die Langhantel ruht auf Ständern, die fest mit der Bank verbunden sind. Die Athletin / der Athlet ergreift mit beiden Händen die Hantel und nimmt diese mit oder ohne Hilfe der Betreuer aus den Ständern. Dabei müssen Finger und Daumen nach zwei Richtungen die Stange umfassen und innerhalb der Markierungen liegen. Der offene bzw. der reverse Griff ist verboten. Nachdem die Hantel auf den durchgestreckten Armen liegt, erfolgt das Startkommando „Start“. Nach Erhalt des Startsignals muss der Heber das Gewicht bis zur Brust absenken und dort bewegungslos mit einer deutlich sichtbaren Pause verweilen. Anschließend wird die Hantel wieder bis zur vollkommenen Streckung der Arme nach oben gedrückt, dabei darf es nicht zu einer Abwärtsbewegung kommen. Es darf auch nicht mit einer Seite schneller oder langsamer (schief) nach oben gedrückt werden. Während der ganzen Übung muss die Fußsohle zur Gänze auf dem Boden stehen, ebenso dürfen die Beine nicht die Bankständer berühren. Leichte oder minimale Bewegung der Füße sind erlaubt. Sind die Arme gestreckt, dann erfolgt das Schluss-Kommando zum Ablegen „RACK“ oder „ABLEGEN“, nun wird wieder mit oder ohne Hilfe der Betreuer das Zurücklegen der Hantel in die Ständer ausgeführt.

Kreuzheben

Das Kreuzheben wird oft auch als die Königsdisziplin bezeichnet, da es oft die Stärke des Kreuzhebens ist, die eine Konkurrenz oder einen Wettkampf entscheidet. Die Langhantel liegt hierbei vor den Füssen der Athletin / des Athlets und muss mit beiden Händen gefasst werden. Dabei wird in über 90% der Kammgriff angewandt, das heißt eine Hand greift von vorne und eine von hinten die Stange. Nun richtet sich die Athletin / der Athlet auf und zieht dabei die Hantel mit, bis der ganze Körper gestreckt ist und die Knie durchgedrückt sind. Dieser Zug darf keine Stops aufweisen, jede auch noch so kleine Abwärtsbewegung macht die Übung ungültig. Nun erfolgt das End- Kommando „DOWN“ oder „ABLEGEN“ und der Dreikampf ist beendet.

Alle Übungen werden immer von drei Kampfrichter bewertet, die bei ihrer Arbeit ihre Sitzposition nach bester Sicht auswählen können. Drei oder zwei weiße Lampen zeigen eine Übung als gültig an, drei oder zwei rote Lampen erklären sie für ungültig.

Regeln des BVDK/IPF
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